Schlechte Gewohnheiten
Diese Gewohnheiten solltest du ablegen, um ein besseres Mindset zu erhalten
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, weswegen es uns sehr schwerfällt, unsere Gewohnheiten abzulegen. Viele Gewohnheiten sind nützlich, wie z.B. Sport, Meditieren oder eine gesunde Ernährung, dennoch schleichen sich schnell negative Gewohnheiten ein, wie z.B. das Rauchen, das Aufschieben von Aufgaben oder das Zuspätkommen. Durch schlechte Gewohnheiten wird häufig ebenfalls unser Mindset beeinflusst, wodurch andere schlechte Gewohnheiten entstehen. Um diesem Kreislauf zu entfliehen, möchte ich dir in diesem Artikel zeigen, wie du schlechte Gewohnheiten ablegst.
Gewohnheiten
Vieles was wir tagsüber machen, geschieht unbewusst, da dieses Verhalten von unseren Gewohnheiten sowie Routinen gesteuert wird. Zusammengefasst entstehen Gewohnheiten, indem wir neue Fähigkeiten erlernen und diese üben. Durch die regelmäßigen Wiederholungen wird der Prozess selbstverständlicher und letztendlich im Gehirn verinnerlicht. Durch die Fähigkeit, Gewohnheiten zu etablieren, sparen wir viel mentale Energie, die wir verwenden, wenn wir etwas Neues lernen oder uns konzentrieren. Ohne Gewohnheiten würde das Zähneputzen oder Fahrrad fahren deutlich mehr Energie verbrauchen. Letztendlich würde unser Gehirn eine große Menge Energie verbrauchen, sodass es zu einer Überlastung kommen würde.
Die Funktionsweise der Gewohnheit
Nach dem Harvard-Professor Gerald Zaltman treffen wir nur 5% unserer Entscheidungen bewusst. Das bedeutet, dass 95% aller Entscheidungen unbewusst getroffen werden, da diese unser Bewusstsein gar nicht erst erreichen. Um also Gewohnheiten abzulegen, müssen wir uns sehr stark darauf konzentrieren, die eigentlich unbewusst getroffenen Entscheidungen zu beeinflussen. Damit wir das schaffen, betrachten wir zuerst die Bestandteile einer Gewohnheit.
Der amerikanische Journalist und Sachbuchautor über Gewohnheiten Charles Duhigg hat Gewohnheiten in drei Teile zerlegt.
1
Auslöser
Als Auslöser wird ein interner oder externer Reiz oder ebenfalls ein Gedanke bezeichnet, wodurch der Kreislauf in Gang gesetzt wird. Ein Beispiel ist der klingelnde Wecker am Morgen.
2
Routine
Durch den Auslöser wird eine Handlung hervorgerufen, welche die Routine darstellt. Beispielsweise das Drücken der Schlummer-Taste auf dem Wecker.
3
Belohnung
Der letzte Schritt ist die Belohnung. Durch diesen Schritt festigen sich hauptsächlich Gewohnheiten. Der Belohnungsbotenstoff Dopamin wird dabei ausgeschüttet, sodass unserem Gehirn signalisiert wird, dass die Handlung richtig war. Die Belohnung ist in diesem Fall, dass wir noch 10 Minuten weiterschlafen können.
So kannst du deine Gewohnheiten ändern
Gewohnheiten zu ändern, erfordert viel Arbeit, Ausdauer sowie Selbstdisziplin. Investierst du jedoch deine Energie dafür, dann gelingt dir dieser Schritt. Der erste und wichtigste Schritt ist vor allem der Glaube an eine erfolgreiche Veränderung! Um auch ein Vertrauen in sich selbst zu gewinnen, ist es vorteilhaft, wenn du dir erst einmal kleine und einfach zu erreichende Ziele setzt. Damit du deine Ziele erreichst, helfen dir hoffentlich diese acht Schritte:
1
Zuerst musst du deine schädliche Gewohnheit erkennen
2
Anschließend identifizierst du den Auslöser
3
Finde eine Alternative
4
Ersetze nun deine schlechte Gewohnheit durch eine neue und natürlich Bessere
5
Damit deine neue Gewohnheit sich festigt, solltest du dich selbst belohnen
6
Gerade für schwierigere Momente sind Unterstützer für Ratschläge hilfreich
7
Besonders wichtig ist, dass du Versuchungen so weit wie möglich vermeidest
8
Der letzte und wahrscheinlich schwierigste Schritt ist dann Disziplin zu wahren und nicht in die alte Gewohnheit zurückzufallen.
Befolgst du diese Schritte und investierst viel Zeit und Geduld, um deine schlechte Gewohnheit zu ändern bzw. abzulegen, wirst du stolz auf dich sein und zufriedener mit deinem Leben sein können.
Da wir jetzt geklärt haben, was schlechte Gewohnheiten sind und wie wir diese ablegen, betrachten wir nun, wie wir uns gute Gewohnheiten zu Eigen machen, um ein besseres Mindset zu bekommen.
Gewohnheiten für ein positives Mindset
Neben Gewohnheiten, die das Verhalten steuern, gibt es ebenfalls Gewohnheiten, welche sich auf die Gedanken beziehen. Durch unsere Gedanken wird gleichzeitig unser Verhalten beeinflusst. Unser Verhalten beeinflusst jedoch wiederum auch unsere Gedanken, weswegen hier ein Kreislauf entsteht. Damit sich ein Kreislauf aus positiven Gewohnheiten etabliert, stelle ich euch heute wichtige Mindset-Gewohnheiten vor, welche euer Leben positiv beeinflussen können.
1
Sei dankbarer für das, was dein Leben bereichert
Je dankbarer ein Mensch ist, desto glücklicher ist der Mensch. Dieser Satz trifft auf die meisten Menschen zu, weswegen wir Dankbarkeit mehr schätzen sollten. Leider gewöhnen wir uns sehr schnell an den Lebensstil, den wir führen, und vergessen, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Versuche dich deswegen regelmäßig daran zu erinnern, wie dankbar wir für unseren Lebensstil sein können. Der größte Gegner bei dieser Aufgabe ist unser Ego, da dieses immer mehr möchte und sich nicht zufriedenstellen lässt.
Um sich ihm zu widersetzen, ist es hilfreich, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Dafür notierst du dir regelmäßig Punkte, wofür du an dem Tag oder in der Woche dankbar bist. Mit der Zeit ist dein Fokus stärker auch auf Kleinigkeiten gerichtet, für die du Dankbarkeit entwickelst. Somit wirst du häufiger auch für Kleinigkeiten dankbar sein und somit glücklicher.
2
Übernimm Verantwortung für dein Leben
Sich immer zu beschweren und andere für seine eigenen Probleme verantwortlich zu machen, bringt dich im Leben nicht weiter. Letztlich solltest du dir eingestehen können, dass du für dein eigenes Leben selbst verantwortlich bist. Du kannst zwar nicht alle äußeren Umstände ständig kontrollieren, aber du kannst versuchen, das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen und stetig zu wachsen.
Wenn du dann schließlich die Verantwortung und Kontrolle über dein Leben hast, dann kannst auch du entscheiden, was du aus deinem Leben machst!
Zudem solltest du dich nicht kleiner machen, als du bist. Sprüche wie, „Ich kann das nicht.“ oder „Ich bin halt so geboren worden.“ sind nur Ausreden dafür, gar nicht erst zu versuchen, sein eigenes Leben zu kontrollieren und mutig neue Wege einzuschlagen. Kontrolliere also bewusst deine Gedanken und gewöhne dir an, positiv zu denken, indem du dir sagst, dass du schaffst, was du dir vorgenommen hast!
3
Komme zur Ruhe
Unser Alltag ist hektisch und oftmals stressig. Zudem machen wir uns häufig zu viele Gedanken und über-analysieren Vieles. Wir haben viele Aufgaben, die wir täglich erledigen müssen und glauben, dass bei einem Fehler gleich die Welt untergeht. Allgemein neigen wir dazu, zu gestresst zu sein. Letztendlich ist das Leben jedoch nicht perfekt und jeder macht mal Fehler, woraus wir lernen und es nächstes Mal besser machen. Deswegen sollten wir von Zeit zu Zeit das Leben nicht zu ernst nehmen und auch Spaß haben. Lache einfach häufiger über Fehler oder über unangenehme Situation. Je mehr Spaß du in deinem Leben hast, desto glücklicher wirst du und desto weniger bist du gestresst.
Des Weiteren ist eine sinnvolle Gewohnheit, sich Ruhephasen zu verschreiben. Entspann dich regelmäßig für eine kurze Zeit und lass deine Gedanken fliegen. Du wirst merken, dass es dir danach besser geht und du mehr Kraft für deine Aufgaben gewinnst. Entwickle also die Gewohnheiten, Situation nicht immer zu ernst zu nehmen und gleichzeitig dir Ruhephasen, wo du nichts machst, zu gönnen.
Zusammenfassend haben deine Gewohnheiten einen großen Einfluss auf dein Leben und dein persönliches Glück. Lass dir dein Glück nicht von deinem Ego oder deiner Faulheit nehmen, sondern investiere deine Zeit und deine Energie in positive Gewohnheiten. Letztendlich wird es sich für dich lohnen, denn es geht um dein Leben, wovon du bekanntlich nur Eines hast.